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Endlich wieder tanzen gehen – Frauen-Erinnerungen 1945-1952

Artikel-Nr.: ZEITGUT-29

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Geschichten und Berichte von Zeitzeuginnen.
Frauentexte / Zeitgut-Auswahl
Klappenbroschur mit 384 Seiten sowie vielen Abbildungen, Ortsregister, Chronologie,
Bilddokumente im Vorsatz,
H 20.00 cm / B 13.50 cm / 495.00 g

Alles war zerstört, nur nicht die Lust auf das Leben
Sie wollten nicht nur überleben, sie wollten leben Mai 1945, der Krieg ist vorbei und Deutschland liegt in Schutt und Asche. Der Himmel ist nun ruhig, aber die Feinde Hunger und Kälte toben härter als je zuvor. Das Schicksal vieler vermisster Ehemänner und Söhne ist ungewiss. Die Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie sind weggefallen, die Konten gesperrt und die Lebensmittelmarken oft nicht das Papier wert. Es gibt buchstäblich nichts. Oder doch? Trotz all dieser existentiellen Bedrohungen wächst der zaghafte Glaube an eine Zukunft und der vorsichtige Traum vom eigenen Leben, der Heißhunger nach Musik und Kultur. Hier erzählen Frauen in 47 berührenden Zeitzeugenberichten ihre ganz persönlichen Erlebnisse aus den ersten Jahren des Nachkriegs-Deutschland. Frauen aus den Jahrgängen 1914 bis 1937. Es sind Teenager, junge Frauen und junge Mütter, die mit eisernem Willen und großem Mut überlebt und sich in den Dienst ihrer Familien und ihres Landes gestellt haben. Die Entwicklung in den Jahren 1946 bis 1949 ist davon maßgeblich geprägt, denn trotz knurrendem Magen, zusammen geleimten Schuhen und ständiger Kälte war der Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung größer. "Die Menschen feierten jetzt wieder, ohne großen Aufwand, meistens auch ohne Alkohol. Ich kann nicht in Worte fassen, was für ein Gefühl es war, wieder Tanzmusik hören und sogar zum Tanz gehen zu können", erzählt Marianne, 1945 eine junge Frau, der keine Zeit zum Jungsein geblieben war. Überall im Land sprießen Theater- und Musikgruppen aus dem Boden. Die Opernhäuser öffnen wieder ihre Pforten. Klassik, zeitgenössische Dramen und Lustspiele werden geboten, auch Dichterlesungen finden statt. Doch Tanz und Musik, ob im öffentlichen oder im privaten Leben, stehen in diesem Buch nur als Synonym für eine Zeit des Aufbruchs, in der Individualität und gesunder Egoismus wieder möglich geworden sind. Für Trudi Pätz ist es das Hochzeitskleid aus Spitze und Atlasseide, das sie gegen eine Puppe, einige Geschirrtücher und mehrere Stückchen Schwimmseide eingetauscht hat. Für Annemarie und ihre Schwester Irene ist es die Einschreibung in ein Philologie-Studium, ihr sehnlichster Wunsch, da sie nach dem nationalsozialistischen Erbgesundheitsgesetz nicht hätten studieren dürfen. All diese Frauen haben den Krieg nicht überlebt, um sich anschließend von Hunger und Kälte in die Knie zwingen zu lassen. Sie wollten leben. Und ihr größter Erfolg war es, ihre Liebsten und sich selbst in eine Zukunft zu retten, die nur besser werden konnte. Es ist ihr Verdienst, dass wir heute unbeschwert tanzen gehen können.

Aus dem Inhalt
Hundert kleine Töpfchen wärmen - Treffpunkt Kochhexe - Dreihundert Kilometer zu Fuß - I want to see the commandant! - Der Krieg ist aus - Was nun? - Wieder Freude am Leben - Reise ins Ungewisse - Endlich richtig satt essen - Die falsche Marzipantorte - Keep smiling! - Der Traum von Amerika - Typhus - Nebel, Nachtdienst und Plagegeister - Der Sprung auf den fahrenden Zug - Glück gehabt - Kahnsuppe - Neubeginn zu zweit - Nachbar Paschek - Der Liebe wegen - Ein Stück Papier - Zuckerrüben und Butterkuchen - Schmeiß dir druff, Magdachen! - Der schrecklich kalte Winter - Soll ich politisch aktiv werden? - Und Oma borgt die Schuhe - Tante Amanda, unsere Ersatzmutter - Das Russenkind - Schwarzmarkt - Die verflixten Brotmarken - Die Mutter der Schulen - Wie Hans im Glück - Barfuß oder Lackschuh? - Die Küchenfee - Eine betörende Stimme - Endlich wieder Theater spielen - Die tote Straße - Der rote Hut - Rosinenbomber und Hochzeitsglocken - Von Trümmerfrauen und Dauerwelle - Ein ungewöhnlicher Antrag - Der Hochzeitsanzug
Schlagwörter Versorgungssystem • Siegermächte • Versorgungsbetriebe • Kriegsheimkehrer • Amerikapost • Militärbehörde • Lebensmittelkarten • Care.Pakete • Wachsoldaten • Kriegerwitwen • Ami-Liebchen • Holzvergaser • Prisoners of War • Zusammenbruch des Deutschen Reiches • Waisenkinder • Gehortete Waren • Kriegshilfsdienst • Kriegsversehrte • Lebensmittelkarte • Lette-Verein • Kriegsopfer • Volkssturmsoldaten • KZ-Gelände • Heimkehrer • WAC-= Woman Army Corps • Luftschutzbett • Nachkriegszeit • Waffenstillstand • Humboldthain-Bunker • Care-Organisation • Kriegsende • Reichsautobahn • Siegermächte • Trümmerfrauen • Dauerwelle
 

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