Trümmerkinder – Zeitzeugen erzählen aus der Nachkriegszeit. 1945-1952


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Trümmerkinder – Zeitzeugen erzählen aus der Nachkriegszeit. 1945-1952

Artikel-Nr.: ZEITGUT-22

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Hsg. Jürgen Kleindienst

– Band 28 –
Klappenbroschur, Paperback, 256 Seiten mit vielen Abbildungen, Ortsregister und Chronologie, Format 13 x 19 cm


Zum Buch
Leben zwischen Ruinen
Trümmerkinder erinnern sich in diesem Buch an die unmittelbare Nachkriegszeit der Jahre 1945 bis 1952. Die Kinder erdulden nach dem Krieg Hunger und Kälte, und es fehlt ihnen an Kleidung. Sie lernen in überfüllten Schulklassen und spielen oft zwischen Trümmern. In den zerstörten Städten herrscht große Wohnungsnot, und Lebensmittel müssen auf „Hamsterfahrten“ organisiert werden.
Die meisten Mütter müssen, wie schon während des Krieges, allein für die Familie sorgen. Viele Väter sind gefallen, verschollen oder befinden sich in Kriegsgefangenschaft. Kindern hat der Zweite Weltkrieg nicht nur ihre Familienangehörigen, Freunde und Nachbarn geraubt, sondern auch ihre unbeschwerte Kindheit und ihr vertrautes Zuhause zerstört. Sie sind damit die späten Opfer des Krieges. Zwar müssen sie nun keine Angst mehr vor Bombenan-griffen haben, aber der Krieg geißelt die Menschen nun mit Krankheiten wie Diphtherie und Typhus.
Groß ist der Wunsch, sich endlich einmal richtig satt essen zu können. Inken Drozd beschreibt in ihrer Geschichte „Die Hungerjahre“, wie sie und ihre Geschwister versuchen, den Mangel mit „Brotlutschen“ spielerisch zu überlisteten. Allein, wer in bäuerlichen Haushalten aufwächst, hat eine Chance, täglich satt zu werden. Der „Henkelmann“ gehört in der Nachkriegszeit zu den gebräuchlichen Utensilien der Schulkinder. Die meisten gehen vor allem wegen der Schulspeisung gern zur Schule, aber auch, um der häuslichen Enge oder der schweren Mitarbeit auf Hof und Feld zu entfliehen. Denn um zu überleben, müssen auch die Jüngsten mit anpacken. Sie sammeln Ähren, Bucheckern und Eicheln oder machen Altpapier und Lumpen zu Geld. Für Naturalien oder ein kleines Taschengeld helfen die Kinder im Sommer bei der Obsternte und erledigen kleine Gefälligkeiten für die Nachbarn.
In der Geschichte „Trümmerspiele“ erfahren wir von Waltraud Klaukin, wie für Berliner Kinder die Rui-nen der Stadt zu Abenteuerspielplätzen werden. Kinderbanden schlagen hier Schlachten im Steinewerfen, es wird geklettert, geforscht und in ausgebombten Wohnungen „Vater-Mutter-Kind“ gespielt. Doch die Spiele in den einsturzgefährdeten Trümmerlandschaften sind nicht ungefährlich, auch Munitionsreste geraten dabei in Kinderhände, häufig mit bösen Folgen.
Wenn Gudrun Henjes von einer Notgemeinschaft mit Flüchtlingen auf ihrer Wohnungsetage erzählt, dann hören wir neben der Anteilnahme an den Schicksalen der neuen Mitbewohner auch die Freude über die vielen neuen Spielgefährten heraus. Man improvisiert und macht das Beste aus der schwierigen Situation.
Heute staunen die Menschen dieser Generation oft, wie sie ihre Kindheit trotz aller Entbehrungen letztlich überstanden haben. So grotesk es klingen mag, für die damaligen Kinder war dieses Leben mit all seiner Not „normal“, die Jüngeren kannten es kaum anders. Denn Kinder verfügen über die wunderbare Gabe, sich ziemlich rasch eine eigene kleine Welt aufzubauen.

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