Die Roten Spitzen zu Altenburg


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Die Roten Spitzen zu Altenburg

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Kolloquium im Residenzschloss Altenburg 04.–05.09.2015

Arbeitsheft des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie. Neue Folge 52
und Schriftenreihe der Barbarossa-Stiftung, Band 1

Zahlreiche neue Erkenntnisse über eines der bedeutendsten Großbauwerke Mitteldeutschlands aus dem 12. Jahrhundert, an dessen Bau Barbarossa eine Aktie hatte


Inahtl:
Die Roten Spitzen sind seit vielen Jahrhunderten das Wahrzeichen der Stadt Altenburg. Bei den aus rotem Backstein errichteten Türmen handelt es sich um die weithin sichtbaren baulichen Überreste der romanischen Stiftskirche St. Marien, einem der frühesten Backsteingroßbauten nördlich der Alpen. Das Stift mit den Roten Spitzen bildete das bauliche Zentrum des neu formierten Reichslandes Pleißen. Dies war in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts eine Modellregion der staufischen Reichspolitik – eine „Innovationsregion Ost“.
Im Zuge notwendiger Sanierungsarbeiten wurden seit 2005 umfangreiche bauhistorische, restauratorische und archäologische Untersuchungen durchgeführt, die zu zahlreichen neuen, teilweise höchst erstaunlichen Erkenntnissen bezüglich des Backsteingroßbaues führten. Auch die Rolle von Kaiser Friedrich I. Barbarossa bei der Gründung des Stifts und dem Bau der Kirche erfuhr eine intensive Erforschung und brachte manchen bisherigen Stereotyp der Geschichtsschreibung ins Wanken.
All diese neuen Erkenntnisse wurden 2015 im Rahmen eines Kolloquiums vorgestellt und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Bau-, Kunst- und Landesgeschichte diskutiert. Die im vorliegenden Buch publizierten Referate der Tagung bilden einen wichtigen Bestandteil unseres Wissens über den mittelalterlichen Landesausbau am damaligen Ostrand des Reiches.


Inhaltsverzeichnis:
Michael Wolf: Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Altenburg
Holger Reinhardt: Vorwort des Landeskonservators
Ines Spazier/Thomas Queck: Altenburg im 12. Jahrhundert aus archäologischer Sicht
Arnulf Dähne/Uwe Moos: Die Stiftskirche St. Marien zu Altenburg und ihr Stiftsareal im Hochmittelalter
Pierre Fütterer: „Quando claustrum est fundatum et a quo.“ Die schriftlichen Quellen zum Augustiner-Chorherrenstift St. Marien auf dem Berge in Altenburg bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
Harald Wolter-von dem Knesebeck: Zur kunsthistorischen Einordnung der neu entdeckten hochmittelalterlichen Wandmalereien im Westbau des Altenburger Bergerklosters
Knut Görich: Friedrich Barbarossa und die Stiftung des Bergerklosters in Altenburg
Dirk Martin Mütze: Die Pfarrkirchen der Altenburger Augustiner-Chorherren – Ein Überblick

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