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In eins Gespalten - Sind wir wirklich ein Volk?

Artikel-Nr.: DN-BERLIN-1

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von Matthias Krauß

192 Seiten, 12,5 x 21 cm, Pb.

Die Feierlichkeiten zum Jahrestag der deutschen Einheit ließen, trotz einiger Zwischentöne, keinen Zweifel: »Wir Deutschen sind ein Volk!« Doch dreißig Jahre, nachdem über Nacht aus der sozialen Losung »Wir sind das Volk« die nationale »Wir sind ein Volk« geworden war, scheinen wir kaum einen Schritt weiter. Die Spaltung ist tiefer, als die flapsige Rede vom Ossi und Wessi unterstellt. Sie zeigt sich kulturell, indem der Ostdeutsche, seine Lebenswelt und seine Erzählungen im medialen Betrieb kaum vorkommen. Zeigt sich politisch in seiner strukturellen Diskriminierung. Und sozial im nach wie vor bestehenden Rückstand bei Einkommen und in den Arbeitslosenzahlen. Der Kapitalismus kehrte nach Ostdeutschland nicht durch eine Umwälzung zurück, er expandierte ähnlich einer Kolonialmacht ins Gebiet der DDR. Matthias Krauß stellt die notwendigen Fragen. Sind Ost- und Westdeutsche wirklich ein Volk? Werden wir so regiert, dass ein Einheitsgefühl entstehen kann? Kann man von Gleichheit vor dem Gesetz sprechen? Lassen sich kulturelle Entwicklungen zu einer inneren Einheit erkennen? Diese Fragen haben Anspruch auf eine sachliche Betrachtung. Der Autor weist nach, dass von der Einheit der Deutschen nicht zu reden geht, solange die Gesellschaft insgesamt auf Ungleichheit beruht. In siebzehn Kapiteln durchkämmt er das gesamtdeutsche Chaos. Von der Landwirtschaft bis zum Kultursektor, vom Spalter Wolf Biermann bis zum klugen Beobachter Andreas Dresen, von der politischen Psychologie des Westdeutschen, dem Russenhass bis hin zur gleichfalls gescheiterten Einheit Europas. 

Inhalt

Vorwort
Die Deutsche Einheit – ein Zufallsprodukt?
Kein Empfang – aber viel Abstand
Das Fest zum 30. Jahrestag war ein Schatten seiner selbst
Unter den Augen Draculas
Mein schönstes Wessi-Erlebnis war gleich das erste
Drachenbrut und Drachenblut
Einheitsfeier wird eine Spalter-Show
Albtraum in Leipzig
Dresen-Film setzt den Verlierern der Wende ein Denkmal
Sein Reich war eine Katastrophe
Geschichtlich spricht wenig bis nichts für die deutsche  Einheit
Der betonierte Blick auf die Mauer
Alle hatten die Absicht, eine Mauer zu errichten
Der alte Dreh
Kennzeichen dieser Demokratie ist die in ihr herrschende Verantwortungslosigkeit
Die Anstalt
Heruntergewirtschaftet wurde der Osten – in besonderer Weise nach 1990
Das Land blieb in Genossenhand
Der Agrarsektor als letztes DDR-Refugium

»Fuck the EU«
Das Scheitern der europäischen Einheit als Scheitern  des Primats einer Doppelmoral
Eine formale Frage
Die nationale Einheit leitet sich nicht aus demokratischen oder diktatorischen Verhältnissen ab
Die Krone der Schöpfung
Eine politische Psychologie des Wessis: Kritische  Annäherung an einen unvermeidlichen Zeitgenossen

Traditionelle und eingeübte Irrationalität
Der siebenfach betonierte Russenhass der Westdeutschen
Der Strom versiegte
Mit der Deutschen Einheit ist der Ostdeutsche in den  Bereichen Kunst und Journalismus in eine substanzielle
Nachteilslage geraten
Bürgerkrieg als angemessene Lösung?
Das Buch »Wohin treibt die Bundesrepublik?« von Karl Jaspers war eine Absage an die deutsche  Wiedervereinigung
Biermannwolf auf der Schaukel der Moral
Der Narr und seine Freiheit
Willys Phantomsatz
Katzenjammer im »glücklichsten Volk der Welt«

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