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Hochschule 1933–1936 und Konservatorium der Musik Sondershausen 1936–1944

Artikel-Nr.: 978-3-95966-679-4

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Autor: Prof. Dr. Eckart Lange, Taschenbuch, 430 Seiten mit 155 Abbildungen

ÜBER DAS BUCH:
Zum Ende der krisengeschüttelten Zwanziger Jahre, in denen auch die beiden anderen Kultureinrichtungen der Stadt Sondershausen – Landestheater und Loh-Orchester – wie überall um ihr Überleben kämpfen, werden frühere Studierendenzahlen wieder erreicht. Dennoch bereitet die Gesamtentwicklung den Verantwortlichen Sorgen. Immerhin steht 1933 das 50jährige Gründungsjubiläum des Konservatoriums ins Haus, aber hochschulpolitisch hat sich seit 1930 mit der Umwandlung der Weimarer Musikinstitute zur Staatlichen Hochschule für Musik durch den ersten NS-Volksbildungsminister in Deutschland und späteren Reichsinnenminister Wilhelm Frick die Situation der Musikausbildung in Thüringen grundlegend verändert. Bis zum nächsten runden Jubiläum 1943 werden die strukturellen, finanziellen und personellen Probleme in Sondershausen immer deutlicher und es kann eigentlich nur Erstaunen hervorrufen, dass es dank eines großen regionalen Engagements gelingt, die Einrichtung bis zur kriegsbedingten Schließung am 1. September 1944 am Leben zu erhalten, zumal das Loh-Orchester unter dem Diktat des neuen GMD, SA Standartenführer Dr. Otto Wartisch, und der vom NS-Volksbildungsministerium erzwungenen Fusion mit dem Landestheater Gotha in seine bislang größte Krise gerät. Immerhin übersteht das Konservatorium sogar die kriegsbedingte Schließung und eröffnet schon am 1. Oktober 1945 sein neues Semester. Spätere herausragende Musiker wie Karl-Ernst Sasse, der bedeutendste Filmmusikkomponist der DEFA, oder der in der DDR renommierte Dirigent Olaf Koch gehören zu den ersten eingeschriebenen Studierenden.

Wenn auch nach wie vor wichtige Jahre in der Konservatoriumsgeschichte noch fehlen, rückt dieser Beitrag nach der Darstellung der Gründerjahre im 19. Jahrhundert mit der Betrachtung der NS-Zeit eine weitere wichtige Epoche dieser Einrichtung in den Fokus. Neben der Beschreibung der Institutsgeschichte wird damit ein Einblick in eine gesellschaftliche Entwicklung gewährt, die die Ambivalenz und Komplexität musikkultureller Phänomene in einer deutschen Kleinstadt während der nationalsozialistischen Diktatur verdeutlicht.

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